Das Gesetz der Gegensätzlichkeiten: Yin und Yang
Yin und Yang existieren nur in der Relation, nicht für sich gesehen.
Yin und Yang zeigen die Polarität der Welt und aller Dinge, die es in ihr und unserer Wahrnehmung gibt. Sie erklären Verhältnisse, keine absoluten Zustände. Dies liegt darin begründet, dass es in der chinesischen Philosophie keine absoluten Größen gibt. So wie wir den Tag nur als Tag erkennen können, weil es auch die Nacht gibt, so können wir Trauer nur als solche empfinden, weil wir die Freude kennen.
Yin: Nacht, Mond, weiblich, Struktur, kalt, innen...
Yang: Tag, Sonne, männlich, Funktion, warm, außen...
Doch auch dies sind keine festen Größen, auch hier entscheidet immer der Bezugspunkt, wie folgendes Beispiel erklärt:
Wasser ist Yin (nämlich Substanz, kalt) im Bezug zu Dampf, aber Wasser ist Yang (nämlich Bewegung und warm) im Verhältnis zu Eis!
Das Leben ist fortwährende Veränderung, nichts kann für sich existieren, alles besteht nur im Verbindung zu seinem Gegenteil.
Wichtig für einen gesunden Organismus ist das permanente Fließen, in der Medizin auch Homöostase - Fließgleichgewicht - genannt. Nur durch permanente Anpassung an die inneren und äußeren Gegebenheiten, durch unablässige Veränderung kann Gesundheit im körperlichen, im seelischen und psychischen Sinne bewahrt werden, oder besser vielleicht: immer neu hergstellt werden.
Die Evolution zeigt uns genau dies! Pflanzen und Lebewesen, die sich entwickeln können, bleiben bestehen, andere sterben aus.